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	<title>Senegalreise</title>
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		<title>Senegalreise</title>
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		<title>&quot;Es war genial - Eine wirklich gute Erfahrung&quot;</title>
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		<date>2006-08-08 20:07:38</date>
		<description>Im Anhang der Artikel der Freiburger Nachrichten vom 8. August 2006 als Rückblick auf die fünf tollen Monate im Senegal.</description>
		<author>Bruno Ulrich</author>
		<dc:date>2006-08-08T18:07:38Z</dc:date>
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		<dc:creator>Bruno Ulrich</dc:creator>
		
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		<title>Schlussbericht</title>
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		<date>2006-04-27 11:16:56</date>
		<description>Der Bericht ist in der angehängten pdf-Datei zu finden....</description>
		<author>Bruno Ulrich</author>
		<dc:date>2006-04-27T09:16:56Z</dc:date>
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		<dc:creator>Bruno Ulrich</dc:creator>
		
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		<title>Tourist zum Abschluss</title>
		<link>http://senegal.ulrich-wenger.ch/article.php3?id_article=34</link>
		<date>2006-04-11 11:32:07</date>
		<description>&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;
Nach nun knapp 5 Monaten im Senegal bin ich seit Ende März wieder zurück in der Schweiz. Die letzten zwei Wochen meines Aufenthaltes habe ich dazu benutzt rumzureisen und noch ein bisschen das Land kennenzulernen. Da mich vier Freunde (drei Engel und ein Grosser) aus der Schweiz besuchen kamen, waren wir für diese letzte Erkundungstour als grosser schweizer Touristenhaufen kaum übersehbar. Auch das Programm dieser letzten beiden Wochen war wie für Touristen zugeschnitten. Nach einer kurzen und intensiven Stadttour standen die Insel Gorée, der Lac Rose, die Stadt St.Louis und schlussendlich noch der Süden des Landes auf dem Programm.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Besonders vom Süden des Landes bin ich ziemlich angetan. Da Mathieu neu in Sédhiou arbeitet, konnten wir gleich zwei, drei Tage bei ihm verbringen. Eine Erkundungstour des Flusses mit der Piroque standen dabei ebenso auf dem Programm wie die Besichtigung der einzigen Käserei im Senegal. Grillierte Fische, welche wir auf dem Fluss direkt den Fischern abgekauft haben und eine wunderbare Vegetation bereichterten unseren Aufenthalt in Sédhiou zusätzlich. Alles in allem ein gebürtiger Abschluss meines Senegalaufenthaltes.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Diesen letzten Reisebericht möchte ich dazu nutzen mich bei den Lesern zu bedanken, welche meinen Aufenthalt mitverfolgt haben. Deren gibt es viele, zumindest wenn man der Statistik trauen kann, welche über 1200 Besuche registriert hat. Es gibt auch Artikel welche über 200 mal angeklickt wurden was doch auch schon eine stolze Zahl ist.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Ich möchte mich aber ganz besonders bei Thomas Baumann bedanken, welcher die Seite gestaltet hat und ohne ihn diese Seite nie zustande gekommen wäre. DANKE!&lt;/p&gt;</description>
		<author>Bruno Ulrich</author>
		<dc:date>2006-04-11T09:32:07Z</dc:date>
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		<dc:creator>Bruno Ulrich</dc:creator>
		
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		<item>
		<title>Behörden (Teil 3)</title>
		<link>http://senegal.ulrich-wenger.ch/article.php3?id_article=35</link>
		<date>2006-04-11 11:21:41</date>
		<description>&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;
Zurück in Europa möchte ich den Schluss meiner VISA-Geschichte doch noch erzählen. Wie in &lt;a href=&quot;http://senegal.ulrich-wenger.ch/article.php3?id_article=27&quot; class=&quot;spip_out&quot;&gt;Teil 2&lt;/a&gt; nachzulesen ist, wurde ich von einem defekten Computer vorläufig gestoppt. Als ich am 15. Februar erneut vor Herrn Senghor erschienen bin und mit Freude festellen konnte, dass der Computer funktioniert, wurde ich gefragt wann ich das Schreiben abgegeben habe. Ohne lange nachzuschauen wurde mir erklärt, dass das schon lange her sei und er für die alten Schreiben nicht verantwortlich sei. So kam es, dass ich bei einem Herr landete, welchen ich schon recht gut kannte. Der Kreis war geschlossen da ich genau wieder in dem Büro stand, wo ich am 26.1. das erste mal nach meinem Schreiben gefragt habe.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Der nette Herr nahm sich diesmal auch die Zeit einen Stapel mit rund 100 offenen Gesuchen in aller Seelenruhe durchzuschauen und nach meinem Schreiben zu suchen. Als ein paar Minuten später das letzte Gesuch angeschaut worden war und das Schreiben von Bruno Ulrich, Cambérène II; N° 172 noch immer nicht aufgetaucht war, schaute Monsieur auf und sage, das Schreiben sei irgendwo im Kreislauf und sobald es behandelt sei, werde es mir per Post zugestellt.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Da ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nie einen Zustellbeamten gesehen hatte und mir schon bewusst war, dass ich das Schreiben nie auf diesem Weg erhalten werde, habe ich zwei Wochen später den senegalesischen Weg eingeschlagen. Ich habe mit einem Studienkollegen von François, welcher im Innenministerium arbeitet, Kontakt aufgenommen. Zusammen gingen wir dann zu seinem Chef (der arbeitet in einem ganz anderen Departement) von wo aus wir bei der VISA-Abteilung vorbei gingen. Herr KEBE (der Chef meines Vermittlers), mein Vermittler und ich standen nun also in den Räumen in welchen ich schon so oft war. Die Senegalesen unterhielten sich kurz auf Wolof miteinander und schlussendlich verliessen wir das Büro wieder und mir wurde mitgeteilt, dass alles in Ordung sei und ich locker mit meiner Nr. 1095 durchs Land reisen könne und das die Ausreise mit dieser Nummer auch kein Problem darstelle. Zur Sicherheit frage ich noch nach der Telefonnummer von Kebe und so verliess ich das letzte mal das Innenministerium. 8 Besuche, viele verschiedene Büros und Beamte um schlussendlich gleich weit zu sein wie vor meinem Sturmlauf ins Innenministerium.....&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Als ich am Flughafen an den Zoll kam, schaute mich der Zollbeamte ganz misstrauisch an. Ich erklärte die Kurzversion meiner VISA-Geschichte und zückte meine Nummer 1095. Den Austrittsstempfel kriegte ich zwar nicht in meinen Pass gedrückt aber sonst lief alles wie es sollte.&lt;/p&gt;</description>
		<author>Bruno Ulrich</author>
		<dc:date>2006-04-11T09:21:41Z</dc:date>
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		<dc:creator>Bruno Ulrich</dc:creator>
		
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		<title>...und plötzlich wars dunkel</title>
		<link>http://senegal.ulrich-wenger.ch/article.php3?id_article=32</link>
		<date>2006-03-05 20:04:13</date>
		<description>&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;
Der März hat hier in Dakar mit einer grossen Benefizveranstaltung begonnen. Eine norgwegische NGO hat am 1. März das grösste Konzert aller Zeiten im Senegal organisiert, wo wir natürlich auch mit dabei waren. Angefangen hat der Event mit einem Freundschaftsspiel zwischen den Fussballnationalmannschaften vom Senegal und Norwegen, wo sich die senegalesische Elf mit 2:1 durchsetzen konnte. Als sich das Spiel schon in der Nachspielzeit befand wurden die norwegischen Gäste mit dem senegalesischen Alltag konfrontiert: Stromausfall! Das Stadtion Léopold Senghor, die Spieler und die 50'000 Zuschauer standen in absoluter Dunkelheit. Statt einer Panik war die Reaktion der Leute gelassen und alle nahmen das Mobiltelefon aus den Taschen und beleuchteten mit dem Display die Ränge. Unterdessen fuhr ein Feuerwehrauto auf den Rasen und beleuchtete den norwegischen Spielern den Weg zu dessen Spielerbank. Nach 4 Minuten war der Spuk vorbei und die verbleibenden 2 Minuten wurden noch gespielt als wäre nichts geschehen.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Nach dem Spiel blieben alle sitzen und schauten zu, wie die letzten Vorbereitungen für das Konzert getroffen wurden. Die Idee, den Rasen mit leichten Matten abzudecken, war gut gedacht, jedoch erschwerte der Wind dieses Vorhaben, so dass sich das ganze Stadion darüber amüsierte wie die Helfer versuchten die Matten auszulegen und diese immer wieder vom Winde verweht wurden.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Plötzlich ging es ganz schnell und irgendwie war das halbe Stadion unten auf dem Rasen und das Konzert konnte beginnen. A-ha, Alpha Blondy, Angelique Kidjo, Lauryn Hill, Youssou N'Dour und viele andere norwegische und senegalesische Köpfe liessen das Stadion bis in die frühen Morgenstunden beben.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Es wäre natürlich nicht der Senegal, wenn es da nicht noch eine kleine Geschichte am Rand gäbe. Anders als an vielen anderen Grossanlässen, gab es diesmal keine grösseren Streitereien und es flogen auch keine Steine durchs Stadion. Die einzige Keilerei fand zwischen dem Sicherheitspersonal für dieses Konzert und dem senegalesischen Militär statt. Die Soldaten, alle in Uniform aber ausser Dienst, befanden sich hinter der Bühne im VIP-Bereich, wo sie nichts zu suchen hatten. Als das Sicherheitspersonal diese rauswerfen wollte, gab es am Rande des Konzertes eine kleine Keilerei zwischen den Leuten die eigentlich für die Sicherheit der Leute verantwortlich sind, diese legte sich aber bald mal.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Als Jona und ich später nach einer kurzen Verpflegung den Weg ins Stadion zurück suchten, standen wir plötzlich völlig unkontrolliert hinter der Bühne im VIP-Bereich, zum Glück trugen wir keine Uniform.....&lt;/p&gt;</description>
		<author>Bruno Ulrich</author>
		<dc:date>2006-03-05T19:04:13Z</dc:date>
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		<dc:creator>Bruno Ulrich</dc:creator>
		
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		<item>
		<title>Verkehr in Dakar</title>
		<link>http://senegal.ulrich-wenger.ch/article.php3?id_article=31</link>
		<date>2006-02-26 21:23:55</date>
		<description>&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;
Wer meine Fahrkünste kennt und aus Sicherheitsgründen nicht in ein Auto sitzt an dessen Steuer ich sitze, hätte wohl mit dem senegalesischen Transportmitteln grösste Mühe. Für den europäischen Geschmack gibt es für den Verkehr hier wohl nur eine Bezeichnung: CHAOS!&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;In der Tat wird hier in Dakar auf der Strasse um jeden Zentimeter gekämpft, was oft dazu führt, dass an einer Kreuzung oft in alle Richtungen der Weg versperrt bleibt. Bei einem Stau wird rechts neben der Strasse überholt um sich dann weiter vorne irgendwie wieder auf die Strasse zu zwängen. Das ganze Bild wird durch alle möglichen Transportmittel abgerundet was einen Vergleich mit den Verhältnissen in der Schweiz verunmöglicht.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Da gibt es zum Beispiel Pferdekarren mitten in der Strasse welche oft für Materialtransporte verwendetet werden. Weiter findetet man Clandos, welche für einen fixen Preis immer die gleiche Strecke befahren. Persönlich mag ich diese wirklich sehr gerne weil sie sehr alt und eine gewisse Nostalgie verstreuen. Gewisse Clandos sehen so alt und schäbig aus, dass man echt nicht mehr damit rechnen könnte dass die noch fahren. Nach meiner Erfahrung hier, ist ein Auto sowieso erst dann defekt wenn die Hupe nicht mehr funktioniert. In der Tat ist die Hupe an einem Auto das wichtigste Element, welches dann auch bei jeder Gelegenheit (Vorsicht ich will vorbeifahren, zum im Stau zu stehen habe ich keine Lust, Toubab ich bin ein Taxi, Hallo Bekannter, ich fahr an Dir vorbei, habe jetzt Lust einfach zu hupen, ...) benutzt wird. Es werden dann auch alle möglichen Töne ins Auto eingebaut, da eine einfaches &quot;Tuut Tuut&quot; nicht ausreicht.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Natürlich kennt Dakar auch ein Bussystem. Die hellblau-gelben Busse bringen die Leute von den Vororten ins Stadtzentrum. In Stosszeiten sind die oft so vollgestopft, dass ein Umfallen unmöglich wäre aber trotzdem noch mal zehn Personen aufgenommen werden. Ausser beim Einsteigen, wo sich jeder am nächsten ist, herrscht in diesen Bussen eine grosse Hilfsbereitschaft und so werden Geld und Billete durch den Bus gereicht bis alle ein Ticket haben. Nebst diesen DDD-Bussen gibt es auch noch die blau-gelben &quot;Car Rapid&quot; welche schön bemahlt und geschmückt sind. Die &quot;Car Rapid&quot; sind nicht an die Linien der DDD gebunden, sondern fahren zum Teil willkürlich ein bisschen in der Gegend rum. Ein &quot;Apprenti&quot; im hinteren Teil des Busses schreit dann jeweils wo es hingeht und nach ein bisschen Nachfragen, kommt man evt auch dort an wo man eigentlich hinmöchte. Meistens fährt der Bus aber erst dann ab, wenn er voll ist und alle 23 Passagiere geladen hat, die sich setzten können. Ähnlich wie die &quot;Car Rapid&quot; sind die weissen &quot;Diag N'diaye&quot;, welche nebst dem Stadtverkehr auch für Überlandfahrten eingesetzt werden. Die &quot;Diag N'diaye&quot; sind ein bisschen grösser (was nicht mehrPlatz bedeutet) und für Reisen durchs Land recht billig.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Zum Schluss eines für das Thema viel zu kurzen Artikel noch die schwarz-gelben Taxis. Dies ist sicher der einfachste Weg um von A nach B zu kommen. Einfach bedeutet in diesem Fall leider auch relativ teuer für hiesige Verhältnisse. Weiter muss man vor der losfahrt zum Teil recht lang verhandeln um den Fahrtpreis abzumachen. Wenn man diesen nicht weiss und einfach einsteigt, wird es dann auch unglaublich teuer. Eine Taxifahrt ist aber trotzdem ein Erlebnis, da diese recht zerbeult sind und oft auch die Frontscheibe kaputt ist.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Wer in Dakar auf der Strasse unterwegs ist, sollte nicht in Eile sein und dem Treiben mit Gelassenheit zuschauen. Eine Verspätung ist sowieso vorgeplant aber das gehört nun mal zum täglichen Leben hier....&lt;/p&gt;</description>
		<author>Bruno Ulrich</author>
		<dc:date>2006-02-26T20:23:55Z</dc:date>
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		<dc:creator>Bruno Ulrich</dc:creator>
		
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		<title>Unser Projekt</title>
		<link>http://senegal.ulrich-wenger.ch/article.php3?id_article=29</link>
		<date>2006-02-16 14:59:23</date>
		<description>&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;
Das letzte mal als ich über unser Projekt hier im Senegal geschrieben habe, war noch im vergangenen Jahr. Damals schrieb ich wie es hier in den Handwerksbetrieben zu und her geht und unter was für Umständen sie hier arbeiten. Mittlerweile haben Jona und ich diese Analyse abgeschlossen. Wir werden an diesem Samstag noch die Schlusssitzung mit den Verantwortlichen durchführen und Ihnen unsere Resultate präsentieren. Bin mal gespannt wieviele Leute kommen werden, wann die Sitzung beginnen wird und ob wir unsere Ziele für die Sitzung erreichen werden.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Während sich die Arbeit in Parcelles langsam dem Ende zuneigt und wir fleissig am Bericht schreiben sind, ist der andere Projektteil noch immer voll am laufen. In diesem Teil analysieren wir die Sammel- und Recyclingstrukturen im Senegal und hauptsächlich hier in Dakar. Unser edles Ziel wird es schlussendlich sein, eine Datenbank von den Akteuren in diesem Bereich zu erstellen. Hierzu verwenden wir unsere vorgängig gesammelten Informationen aus dem Internet und von anderen NGO's und gehen bei den Unternehmen meist einfach mal so vorbei und fragen nach, ob sie Abfall verarbeiten. Was auf den ersten Blick nach einer Kleinigkeit aussieht ist vor Ort oft doch noch ein bisschen komplizierter. Da wir bei der zuständigen staatlichen Stelle (nicht das Innenministerium - siehe Artikel Behörden) keine Information erhalten haben und die Internetseiten nicht die Aktuellsten sind, versuchten wir über die &quot;Récupérateure&quot; auf der Strasse und der Deponie, Firmennamen zu erhalten. Da wir uns in diesem Bereich eigentlich ausschliesslich im informellen Bereich bewegt haben, ist auch hier die Informationsbeschaffung nicht ganz einfach. Es gibt aber überhaupt keinen Grund zu jammern, denn durch die Zusammenarbeit mit anderen NGO's, haben wir schon etliche Adressen erhalten und erhielten Einblicke in den informellen Bereich welche extrem spannend und interessant sind. So haben wir noch eine lange Liste von Unternehmen und Organisationen welche wir befragen möchten um ggf. in unsere Datenbank aufzunehmen.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Wir gingen auch nochmals nach Mbeubeuss und durch einen Kontakt mit einer NGO vor Ort (Enda - Tiere Monde) haben wir wesentlich mehr Informationen gekriegt als bei unserem ersten Besuch. Damit man sich aus der Ferne ein Bild von der Deponie machen kann hier ein paar Zahlen und Fakten:&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Sie besteht seit 1968 und ist eine offene und unorganisierte Deponie, die mittlerweile 60ha einnimmt und sich mitten in einem See befindet. Mittlerweile nimmt sie 25% der Seefläche ein. Pro Tag werden 1200t Haushaltsabfaelle geliefert, davon stammen 880t aus den Haushalten selbst, 180t von den Märkten und 50t von der Strassenreinigung. 295t/Monat kommen an Industrieabfällen und 125t/Monat aus den Krankenhäusern dazu.
Es arbeiten ca. 500 Récupérateure auf der Deponie, die sich in zwei verschiedenen Bereichen angesiedelt haben: In einem Bereich werden die Industrieabfälle gesammelt und sortiert, in dem anderen die Haushaltsabfälle.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Im Gegensatz zu jeglichem anderen Abfall mit Wiederverwertungspotential, sind die Metalle die einzigen Rohstoffe, bei denen die Sammel- und Verwertungswege mehr oder weniger nachvollziehbar sind. Eine klare Übersicht ist dennoch nicht möglich. Einzelne „Récupérateure&#8220; ziehen mit kleinen „Schubkarren&#8220; durch die Strassen und sammeln, was sie finden: Blei-, Aluminium-, Bronze-, Eisen- und Kupferabfälle. Die gesammelten Stoffe nehmen dann verschiedene Wege, bis sie bei einem Grosshändler landen, welcher das Material meist nach Europa exportiert.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Beim Plastik haben wir ein Unternehmen in Thiès besucht, welches Altplastik ankauft und daraus wieder einen verwendbaren Rohstoff produziert. In diesem kleinen Betrieb wird das Plastik von Hand verkleinert und gewaschen bevor es dann durch die Mühle geht. Leider haben wir beim Plastik noch nicht so viel rausgefunden. Wir nehmen deshalb an, dass im Plastikrecycling noch ein grosses Potential vorhanden wäre, zumal der Rohstoff in grossen Mengen importiert wird.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Wenn man so durch die Strassen von Dakar läuft und alles verschmutzt und dreckig aussieht kriegt man denn Eindruck, dass hier gar nichts funktioniert und die Abfallsituation ganz und gar ungelöst ist. Auch die Tatsache, dass die Deponie in Mbeubeuss am &quot;Überlaufen&quot; trägt zu diesem Bild bei. Wenn man aber die Situation ein bisschen genauer anschaut und man sich damit beschäftigt sieht man doch Licht am Horizont. Klar ist, dass das Abfallproblem nicht von heute auf morgen gelöst werden kann. Klar ist auch, dass es dazu noch unglaubliche Anstrengungen benötigt. Wenn man aber sieht was im kleinen Rahmen schon jetzt alles wiederverwendet wird und welche Kreisläufe das Material zum Teil jetzt schon geht ist man vom Einfallsreichtum der Senegalesen erstaunt. Vieles wird wiederverwendet, kriegt eine neue Verwendung und schafft die notwendige Arbeit um den Lebensunterhalt zu bewerkstelligen. Besonders im informellen Sektor der Abfallverarbeitung kriegt der Satz des Physikers Lavoisier eine ganz neue Bedeutung:&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Nichts geht verloren, nichts wird gebildet, alles wird umgewandelt!&lt;/p&gt;</description>
		<author>Bruno Ulrich</author>
		<dc:date>2006-02-16T13:59:23Z</dc:date>
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		<dc:creator>Bruno Ulrich</dc:creator>
		
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		<title>Behörden (Teil 2) und 10'000 Tage</title>
		<link>http://senegal.ulrich-wenger.ch/article.php3?id_article=27</link>
		<date>2006-02-11 13:38:22</date>
		<description>&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;
Ach wie schön es doch wäre, wenn ich an dieser Stelle berichten könnte, dass ich wieder im Besitze eines gültigen Visums bin und der Spiessrutenlauf um die Verlängerung des Visums ein Ende hat. Aber nein, das Ganze geht weiter und ich identifiziere mich immer noch mit der Nummer 1095. Als ich am Dienstag den 31. Januar beim Visabüro des Innenministeriums wie mir befohlen, vorbeigeschaut habe, gabs aber immerhin schon mal was Neues. Mir wurde gesagt, dass sich der Brief wohl im Büro befindet, wo ich ihn abgegeben habe. Also wechselte ich den Flügel des Hauses und die Etage um dort nach meinem Brief nachzufragen. Dieser Suchte nicht lange und sagte mir in einer Woche wiederzukommen, da die Leute von der Visaabteilung nicht so schnell arbeiten. Am Montag den 6. Februar versuchte ich mein Glück nochmals und konnte sogar feststellen, dass nach dem Schreiben gesucht wird. Da es aber in dem Büro nicht gefunden wurde, wurde ich auf Ende Woche vertröstet. Naja und heute (10. Februar) ging ich dann nochmals vorbei und wurde umgehend wieder in die Visaabteilung geschickt, wo ich nach Herrn Senghor fragen solle. Kein Problem, den Teil des Gebäudes kenne ich ja schon und eine Etage bis zu meinem Schreiben nehme ich gerne in Kauf. Bei Herrn Senghor angekommen erklärte ich mein Begehren und Monsieur starrte mich ein bisschen misstrauisch an und erklärte mir anschliessend, dass sein Computer gerade nicht funktioniert und er mir heute deshalb nicht weiterhelfen könne. Der nächste Termin ist nun am nächsten Mittwoch und ich bin mir leider nicht mehr so ganz sicher, ob sich das Schreiben in eine ganz andere Abteilung verirrt hat. Mittlerweile bin ich mir auch am überlegen ob ich den senegalesischen Weg nehmen soll und über einen Bekannten der jemanden im Innenministerium kennt, gehen soll um die Sache mal zum Schluss zu bringen. Naja, auch nach 10'000 Tagen auf der Welt kann man immer noch was dazulernen.....&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Stimmt, ich feiere heute am 10. Februar 2006 meinen 10'000ten Tag in meinem Leben. Wobei wir die &quot;Feier&quot; auf morgen verschoben haben um diesen einmaligen Anlass am Strand mit einem &quot;guten&quot; Glas Wein gebührend zu feiern und auf die nächsten 10'000 Tage anzustossen. War schön die ersten 10'000 Tage mit so vielen klasse Leuten wie Euch verbringen zu dürfen. Das Ganze darf ruhig so weitergehen....DANKE!&lt;/p&gt;</description>
		<author>Bruno Ulrich</author>
		<dc:date>2006-02-11T12:38:22Z</dc:date>
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		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>Bruno Ulrich</dc:creator>
		
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		<title>Behörden (Teil 1)</title>
		<link>http://senegal.ulrich-wenger.ch/article.php3?id_article=26</link>
		<date>2006-01-29 14:09:54</date>
		<description>&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;
Et voila, nun sind es bereits mehr als drei Monate seit ich die Schweiz verlassen habe, um hier im Senegal zu leben. Der Zeitpunkt ist insofern wichtig, da ich in der Schweiz nur ein Visum für diese Zeitspanne gekriegt habe. Dies bedeutet, dass ich mich hier vor Ort eine Verlängerung des Visums beantragen musste. Da die Arbeit mit den Behörden hier etwas spezielles ist, nehme ich diesen an sich kleinen administrativen Akt, als Grund für einen eigenen Artikel.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Ich nehme es vielleicht vorne weg. Die staatliche Struktur ist ein riesiger Koloss welcher zwar irgendwie strukturiert aber dennoch krass kompliziert aufbaut ist. So gibt es zum Beispiel 39 verschiedene Ministerien wie zum Beispiel das &quot;Ministère de la Solidarité Nationale&quot; oder das &quot;Ministère des Sénégalais de l'Extérieur&quot;. An dessen Kopf fast immer ein Verwandter oder Bekannter des Präsidenten den Posten des Ministers besetzt. Jedes Ministerium hat dann noch verschiedene Direktionen und andere Strukturen welches angliedert sind. Wie dem auch sei, da mein Visum am 27. Januar abgelaufen ist, ging ich am 19. Januar nichtsahnend bei der Fremdenpolizei vorbei, da ich gedacht hatte das dies der richtige Ort sei, eine Visumsverlängerung zu beantragen. Meine Vermutung war zwar richtig aber dennoch bedarf es dazu einer Unterschrift vom Innenministerium. Also bequemte ich mich in ein Cyber (dies musste für Textbearbeitung und Ausdrucken ausgerüstet sein, was nicht überall der Fall ist), schrieb den Brief zur Beantragung dieser Unterschrift und wetzte vor Büroschluss ins Innenministerium. Dort angekommen, wurde ich von Etage zu Etage geschickt (zum Glück hat das Gebäude nur drei davon) bis ich endlich in der ersten Etage mein Schrieben deponieren konnte. Als Bestätigung habe ich einen Zettel mit einer Nummer erhalten und der Bemerkung: &quot;Falls ich innerhalb einer Woche nichts höre soll ich wieder zurückkommen und nachfragen&quot;. Nun gut am 26. Januar (Mittwoch) ging ich mal vorbei, weil ich schon ahnte das sich sonst nichts tut. Diesmal wurde ich in einen anderen Flügel des Hauses geschickt, wo ich zwar das Büro recht schnell gefunden habe, mir aber um 14 Uhr mitgeteilt wurde ich solle um 15 Uhr wiederkommen da Mittagspause sei. Beim zweiten Anlauf klappte es dann schon besser und ich konnte mein Anliegen kundtun. Rund 10 Minuten später verliess ich das Büro mit dem Hinweis am Freitagnachmittag nochmals vorbeizukommen.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Wenn mich meine dreimonatige Erfahrung etwas gelehrt hat, dann ist es an einem Freitagnachmittag nichts mehr abzumachen, da um 14 Uhr das Freitagsgebet stattfindet und die Leute anschliessend nicht mehr zur Arbeit zurückkehren. So habe ich das mit Freitagsnachmittag wörtlich genommen und bin Nachmittag, also kurz nach zwölf, im Büro erschienen. Diesmal ging das ganze noch schneller und nach nicht mal 5 Minuten war ich wieder draussen. Der neue Termin ist jetzt der Dienstagnachmittag (31.1.06). Als ich gesagt habe, dass mein Visum demnächst abläuft (27.1.) wurde mir erklärt, dass dies nicht so ein Problem sei, es reiche aus wenn ich den Zettel mit der Nummer zeige. Mit andern Worten besteht mein Visum im Moment aus einem 5 mal 3 cm grossen Stück Papier mit der Nummer 1095. Bin mal gespannt wie es weitergeht sprich ob ich meine Verlängerung erhalte oder plötzlich des Landes verwiesen werde.....&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Noch etwas zum aktuellen Alltag hier im Senegal. In Ägypten findet im Moment der CAN (Coupe Africain des Nations -&gt; Afrikanische Fussballmeisterschaft) statt, an welchem natürlich auch die Nationalmannschaft vom Senegal vertreten ist. An besagtem Freitagnachmittag war dann gerade so ein Spiel und weil alle möglichst schnell nach Hause wollten, ist der Verkehr hier total zusammengebrochen, so dass ich rund zwei Stunden gebraucht habe um mit dem Bus zurück nach Cambérène zu fahren. Sobald das Spiel aber begonnen hatte, waren dann die Strassen fast wie leergefegt und alle sassen zuhause vor den Bildschirmen und fieberten mit den Lions mit....&lt;/p&gt;</description>
		<author>Bruno Ulrich</author>
		<dc:date>2006-01-29T13:09:54Z</dc:date>
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		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>Bruno Ulrich</dc:creator>
		
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		<title>Bamako - Dakar</title>
		<link>http://senegal.ulrich-wenger.ch/article.php3?id_article=24</link>
		<date>2006-01-16 23:33:55</date>
		<description>&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;
Nachdem ich 5 Tage in Bamako war und mich hauptsächlich mit Schlafen und Essen beschäftigt hatte, war es nun an der Zeit wieder an die Rückkehr nach Dakar zu denken. Gestartet bin ich hierzu am Freitagabend um 19 Uhr mit dem Zug in Rchtung Kayes. Auch wenn der Zug hier nicht unbedingt das schnellste Fortbewegungsmittel ist, ist es wohl das Angenehmste. Zwar mussten wir uns in Bamako rund zwei Stunden gedulden bis es endlich losgeht, aber die bequemen Sitze und das ruhige Treiben rund um den Zug machen diese Wartezeit nicht so schlimm. Rund 16 Stunden später bin ich dann auch entsprechend ausgeschlafen bei der Ankunft in Kayes. In Kayes bedurfte es meiner ganzen Geduld, da sich die Weiterreise mit dem Bus ins Unendliche hinauszögerte. Nach vier Stunden warten war ich dann durchaus froh, als wir endlich in Richtung Grenze losfuhren.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Am Grenzposten von Mali wurde ich dann auch gleich mit meinem Namen begrüsst. Nach der ersten Verwunderung bemerkte ich, dass der Mann gegenüber im Zug an der Grenze arbeitet und mit einer solchen Bekannschaft sind die Grenzformalitäten nur noch kleine Fische und gehen ganz einfach und schnell über die Bühne, was scheinbar nicht bei allen Buspassagieren der Fall war. Dennoch waren am Schluss alle irgendwie wieder an Board und wir konnten unsere Reise bis nach Tamba fortsetzen. Damit das Ganze dann auch ein bisschen schneller ging, wurde bei allen Nicht-Senegalesen (ausgenommen mir) fleissig Geld gesammelt, damit auch die senegalesischen Polizeikontrollen irgendwie von der Wichtigkeit unseres Busses überzeugt werden konnten.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt;Rund 12 Stunden (mehr als die Hälfte habe ich mit warten verbracht) nachdem ich in Kayes angekommen war, war ich dann endlich in Tamba. Meine Hoffnungen von hier aus schnell und einfach wieder wegzukommen wurden leider durch die späte Ankunft vernichtet. Ich habe mich dann entschieden in einen Bus zu steigen, welcher anschliessend zwei Stunden mit laufenden Motor darauf gewartet hat, bis er voll war. Naja um zwei Uhr Nachts gings dann los und den Rest der Geschichte las ich mal aus, da ich von hier an wirklich nur noch jammern würde. Zum Glück klang Kuno Lauener gerade im richtigen Moment aus dem iPod und er hat ja doch so recht....&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;spip&quot;&gt; &quot; irgendwenn chunnt me immer a, irgendeinisch geit's gäng wider wiiter....&quot;&lt;/p&gt;</description>
		<author>Bruno Ulrich</author>
		<dc:date>2006-01-16T22:33:55Z</dc:date>
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		<dc:creator>Bruno Ulrich</dc:creator>
		
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